Wie viel Reifendruck braucht ein E-Bike?

Wie viel Druck in die Reifen deines E-Bikes gehört, steht auf der Reifenflanke: Der Hersteller nennt dort den Bereich, in dem der Druck liegen muss. Eine Tabelle, die für jedes E-Bike stimmt, gibt es nicht, denn ein 20-Zoll-Reifen am Klapprad und ein 28-Zoll-Reifen haben eigene Werte. Prüf den Druck regelmäßig, weil der Motor zu wenig Luft überdeckt.

Hier erfährst du, wo die Angabe steht, warum E-Bike-Reifen mehr aushalten müssen und was beim Reifenwechsel gilt. Unter dem Artikel findest du Modelle aus unseren E-Bikes, jeweils mit ihren Reifen.

Wo finde ich den Reifendruck am Fahrrad?

Auf der Reifenflanke, also der Seitenwand des Reifens. Laut ADFC steht dort, in welchem Bereich sich der Druck befinden muss. Beim E-Bike ist das nicht anders als beim Fahrrad ohne Motor.

Wichtig ist der Reifen, der gerade montiert ist. Welchen Druck du fährst, hängt an Hersteller und Modell des Reifens, nicht an der Marke des E-Bikes.

Gibt es eine Reifendruck-Tabelle für E-Bikes?

Eine verlässliche Tabelle für alle E-Bikes gibt es nicht, weil jeder Reifen seinen eigenen Bereich hat. Wie verschieden die Reifen schon in unserer Auswahl sind, zeigt diese Liste nach Herstellerangaben:

  • JOBOBIKE Ace Pro mit 20 x 2,125 Zoll von CST
  • ENGWE O20 Boost mit 20 x 2,125 Zoll
  • ENGWE P275 SE mit 27,5 x 1,95 Zoll
  • JOBOBIKE Astra mit 27,5 x 2,4 Zoll von Kenda
  • JOBOBIKE Robin Pro mit 26 x 4,0 Zoll von CST
  • ENGWE Mapfour N1 Air mit 700 x 38C, also 28 Zoll

Was ein Reifendruck-Rechner auch ausgibt: Liegt der Wert außerhalb des Bereichs auf der Flanke, gilt die Flanke.

Wie viel Bar gehören in einen 28-Zoll-Reifen?

28 Zoll sagt nur etwas über die Radgröße. Ein schmaler und ein breiter Reifen gleicher Größe können ganz unterschiedliche Bereiche haben. Das ENGWE P275 SE und das JOBOBIKE Astra rollen laut Hersteller beide auf 27,5 Zoll, aber mit 1,95 und 2,4 Zoll Breite. Beim ENGWE Mapfour N1 Air auf 28 Zoll schaust du deshalb genauso auf die Flanke des montierten Reifens. Bei einem Schwalbe-Reifen ist das nicht anders.

Warum der Luftdruck beim E-Bike mehr zählt

E-Bike-Reifen haben mehr zu tun. Der ADFC zählt auf: Sie tragen das höhere Gewicht der Pedelecs, halten höhere Durchschnitts- und Kurvengeschwindigkeiten aus und verkraften kräftigere Antritte und Bremsungen. Gleichzeitig sollen sie leicht rollen, damit der Akku geschont wird.

Das Tückische: Ein zu weicher Reifen fällt kaum auf, weil der Motor den höheren Rollwiderstand ausgleicht. Die Folgen kommen trotzdem: Der Akku ist schneller leer, der Reifen verschleißt stärker und hat öfter einen Platten. Kontrollier den Druck deshalb regelmäßig, nicht erst, wenn sich das Rad komisch anfühlt.

Wie viel bar sind zu viel fürs Fahrrad?

Zu viel ist alles, was über dem Höchstwert auf der Flanke liegt. Derselbe Wert kann für einen Reifen zu hoch und für einen anderen, dessen Bereich höher anfängt, zu niedrig sein.

Übernimm deshalb keine Zahl aus dem Bekanntenkreis. Was beim Trekkingrad des Nachbarn passt, kann bei deinem Klapprad oder deinem Fatbike danebenliegen.

Welche Reifen gehören auf ein S-Pedelec?

Für schnelle Pedelecs bis 45 km/h gelten strengere Regeln. Laut ADFC müssen S-Pedelec-Reifen die europäische Norm ECE-R75 erfüllen, die unter anderem eine Profiltiefe von mindestens einem Millimeter vorschreibt.

Erkennen kannst du das an der Flanke. Schwalbe und Continental drucken dort ein Symbol mit einem E oder einem Blitz und der Zahl 25 oder 50 auf. Mit 50 gekennzeichnete Reifen sind für schnelle Pedelecs zugelassen. Die 25 steht auf Reifen, die der Hersteller für normale Pedelecs als geeignet ansieht.

Darfst du einfach andere Reifen aufziehen?

Nicht ohne Weiteres. Pedelecs fallen laut ADFC unter die Maschinenrichtlinie, und die lässt den Austausch von Komponenten nicht beliebig zu. Ein Ersatzteil muss baugleich sein oder vom Hersteller freigegeben.

Willst du breitere, schmalere oder Winterreifen montieren, prüf also vorher, ob der Hersteller deines E-Bikes diesen Reifen freigibt. Für den neuen Reifen gilt dann wieder der Bereich auf seiner eigenen Flanke.

Welches Fatbike passt zu dir?

Vergleiche die Modelle unten. Aktuelle Infos findest du auf der jeweiligen Produktseite.

JOBOBIKE Ace Pro: 20 x 2,125 Zoll CST-Reifen

Laut JOBOBIKE kompakte CST-Reifen mit 20 x 2,125 Zoll an einem klappbaren Rad. Den Druck liest du auf der Flanke ab, nicht aus einer allgemeinen Tabelle. Dazu hydraulische Tektro-Scheibenbremsen und 24 Kilo Gewicht. Die Zuladung ist auf 120 Kilo begrenzt.

ENGWE O20 Boost: 20 x 2,125 Zoll, faltbar

Laut ENGWE Reifen mit 20 x 2,125 Zoll und eine hydraulische Federgabel mit 50 mm Federweg. Hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben. Es trägt bis 150 Kilo. Mit 26,5 Kilo ist es für ein Klapprad nicht leicht.

ENGWE P275 SE: 27,5 x 1,95 Zoll

Laut ENGWE Reifen mit 27,5 x 1,95 Zoll und hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben. Den Druckbereich deiner Reifen findest du auf der Flanke. Das Rad wiegt rund 24 Kilo.

JOBOBIKE Astra: Kenda-Reifen mit 27,5 x 2,4 Zoll

Laut JOBOBIKE Kenda-Reifen mit 27,5 x 2,4 Zoll, dazu eine hydraulische Federgabel mit Lockout und hydraulische Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben. Mit rund 30 Kilo ist es kein leichtes Rad.

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