Braucht ein E-Bike eine Versicherung?

Ein Pedelec bis 25 km/h braucht weder eine Pflichtversicherung noch ein Versicherungskennzeichen. Eine private Haftpflichtversicherung ist freiwillig, der ADAC nennt sie aber unentbehrlich. Ein Versicherungskennzeichen brauchen S-Pedelecs bis 45 km/h und E-Bikes, die per Gasgriff ohne Treten fahren. Gegen Diebstahl unterwegs hilft die Hausratversicherung in der Basisvariante meist nicht.

Unten steht, welche Versicherung was abdeckt und wann aus der freiwilligen eine Pflicht wird. Die Räder unter dem Text kommen aus unseren E-Bikes, jeweils mit den Angaben des Herstellers.

Muss man ein Pedelec versichern?

Nein. Ein Pedelec hilft nur beim Treten, mit höchstens 250 Watt Nenndauerleistung und bis 25 km/h, und rechtlich gelten dafür die Vorschriften für Fahrräder (§ 1 Abs. 3 StVG). Ein Versicherungskennzeichen brauchst du laut ADAC nicht.

Das gilt auch, wenn dein Pedelec eine Anfahr- oder Schiebehilfe hat, solange sie ohne Treten nicht über 6 km/h schiebt. Ob du dein Rad trotzdem versicherst, entscheidest du. Es gibt drei Arten von Schutz, und sie decken ganz Verschiedenes ab.

Haftpflicht: freiwillig, aber wichtig

Fährst du mit dem Pedelec jemandem ins Auto oder verletzt einen Fußgänger, geht es um den Schaden der anderen. Solche Schäden übernimmt laut ADAC oftmals die private Haftpflichtversicherung. Der ADAC nennt sie freiwillig, aber unentbehrlich.

Das Wort oftmals ist wichtig. Kläre vorab mit deinem Versicherer, ob dein Vertrag Schäden mit dem Pedelec einschließt.

Sind E-Bikes in der Hausratversicherung mitversichert?

Teilweise. Die Hausratversicherung greift in der Basisvariante laut ADAC meist nur bei Einbruchdiebstahl aus verschlossenen Räumen. Wird dein E-Bike vor dem Bahnhof, dem Café oder dem Büro gestohlen, hilft sie dann nicht.

Steht dein Rad nachts in einem verschlossenen Raum, kann die Hausrat also greifen. Was dein Tarif genau abdeckt, steht in den Versicherungsbedingungen.

Was eine Fahrradversicherung zusätzlich abdeckt

Eine eigene Fahrradversicherung geht weiter. Laut ADAC, der solche Versicherungen selbst anbietet, schützt sie gegen Diebstahl, Teilediebstahl, Vandalismus, Unfall- und Sturzschäden und bei E-Bikes auch gegen Defekte an Motor, Akku und Elektronik.

Wie viel davon ein bestimmter Vertrag wirklich enthält, unterscheidet sich je nach Anbieter. Lies vor dem Abschluss die Bedingungen, etwa zu Schloss, Abstellort, Akku und Motor.

S-Pedelec und Mofa: Versicherungskennzeichen ist Pflicht

Anders bei S-Pedelecs bis 45 km/h. Sie sind Kraftfahrzeuge und brauchen ein eigenes Versicherungskennzeichen. Ein Kleinkraftrad darf ohne gültiges Versicherungskennzeichen nicht auf öffentlichen Straßen in Betrieb gesetzt werden (§ 4 Abs. 3 FZV).

Dasselbe gilt laut ADAC für E-Bikes, die per Gasgriff ohne Treten fahren: als Mofa bis 25 km/h und als Kleinkraftrad bis 45 km/h. Wer so ein Rad auf öffentlichen Straßen fährt, kommt um das Versicherungskennzeichen nicht herum.

Was du für den Vertrag bereithalten solltest

Notier dir die Rahmennummer und heb die Rechnung auf. Fotografier die Nummer am besten gleich nach dem Auspacken, dann hast du sie auch nach einem Diebstahl griffbereit.

Welches Fatbike passt zu dir?

Vergleiche die Modelle unten. Aktuelle Infos findest du auf der jeweiligen Produktseite.

JOBOBIKE Ace Pro: klappbar, 24 Kilo

Laut JOBOBIKE lässt sich das Ace Pro zusammenklappen und wiegt 24 Kilo. Der Akku hat 36 V und 15 Ah (540 Wh), der Nabenmotor 250 W und 45 Nm. Hydraulische Tektro-Scheibenbremsen, Zoom-Federgabel, Zuladung bis 120 kg.

ENGWE O20 Boost: gefaltet 88 x 52,5 x 85 cm

Laut ENGWE misst das O20 Boost gefaltet 88 x 52,5 x 85 cm und wiegt 26,5 Kilo. Akku mit 48 V und 15 Ah (720 Wh), 250-W-Nabenmotor mit 75 Nm, hydraulische Scheibenbremsen. Zuladung bis 150 kg.

ENGWE P275 SE: rund 24 Kilo auf 27,5 Zoll

Laut ENGWE rund 24 Kilo schwer, mit 250-W-Motor und Reifen in 27,5 x 1,95 Zoll. Gebremst wird hydraulisch mit 160-mm-Scheiben, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 120 kg.

JOBOBIKE Astra: Mittelmotor und 540-Wh-Akku

Laut JOBOBIKE ein 250-W-Mittelmotor mit 45 Nm und Drehmomentsensor, dazu ein Akku mit 36 V und 15 Ah (540 Wh). Hydraulische GEMMA-Scheibenbremsen, Federgabel mit Lockout. Bei rund 30 Kilo ist ein ebenerdiger, abschließbarer Stellplatz praktisch.

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