Wie funktioniert ein E-Bike?
Ein E-Bike funktioniert wie ein Fahrrad mit eingebautem Rückenwind: Ein Sensor merkt, dass du in die Pedale trittst, die Steuerung gibt dem Motor das Signal, und der Akku liefert den Strom. Bei einem Pedelec hilft der Motor nur, solange du trittst, und die Unterstützung endet spätestens bei 25 km/h.
Unten gehen wir die vier Bauteile durch: Motor, Sensor, Akku und Steuerung. Als Beispiele dienen Modelle aus unseren E-Bikes, die du am Ende der Seite direkt vergleichen kannst.
E-Bike oder Pedelec: was ist der Unterschied?
Wer ein E-Bike kauft, bekommt laut ADAC in den meisten Fällen ein Pedelec mit Tretunterstützung bis 25 km/h. Gesetzlich sind die beiden Begriffe nicht eindeutig definiert. Was ein Pedelec technisch können darf, steht in § 1 Abs. 3 StVG: ein Hilfsmotor mit höchstens 250 Watt Nenndauerleistung, dessen Unterstützung mit steigendem Tempo abnimmt und abschaltet, wenn du 25 km/h erreichst oder aufhörst zu treten. Dann gelten die Regeln für Fahrräder.
Hilft der Motor bis 45 km/h, ist es ein S-Pedelec und rechtlich ein Kraftfahrzeug. Diese Technik bleibt hier außen vor.
Der Motor: wo er sitzt und was das ändert
Es gibt drei Einbauorte. Der Mittelmotor sitzt am Tretlager und fährt sich laut ADAC ähnlich wie ein normales Fahrrad. Ein Nabenmotor sitzt in der Radnabe. Hinten bringt er gute Traktion, macht das Rad aber schwerer über Treppen zu heben. Vorn kann das Rad auf rutschigem Untergrund, am Berg oder in Kurven durchdrehen.
Das Vogue Prestige hat laut Vogue einen Motinova-Mittelmotor, das JOBOBIKE Astra laut JOBOBIKE ebenfalls einen Mittelmotor. Das JOBOBIKE Robin Pro fährt mit einem Bafang-Motor im Hinterrad, das JOBOBIKE Ace Pro mit einem Hinterradnabenmotor.
Die 250 Watt sind bei Pedelecs die Grenze für die Dauerleistung. Wie kräftig der Motor anschiebt, liest du eher am Drehmoment ab: laut JOBOBIKE 45 Newtonmeter (Nm) beim Ace Pro und 80 Nm beim Robin Pro.
Der Sensor: woher weiß der Motor, dass du trittst?
Ohne Sensor keine Unterstützung. Ein Trittfrequenzsensor erkennt nur die Pedalbewegung. Sobald sich die Kurbel dreht, hilft der Motor, egal wie leicht du trittst. Ein Drehmomentsensor misst dagegen die Kraft, mit der du ins Pedal trittst.
Das JOBOBIKE Ace Pro, das ENGWE O20 Boost und das JOBOBIKE Astra arbeiten laut Hersteller mit Drehmomentsensor.
Der Akku: Volt, Amperestunden und Wattstunden
Der ADAC beschreibt Lithium-Ionen-Akkus als leicht, schnell geladen und mit einer Lebensdauer von etwa 1000 Ladezyklen. Wie viel Energie drinsteckt, zeigen die Wattstunden (Wh): Volt mal Amperestunden. Das Robin Pro hat laut JOBOBIKE 48 Volt und 20 Amperestunden, also 960 Wh. Beim Ace Pro sind es 36 Volt und 15 Amperestunden, also 540 Wh. Das ENGWE O20 Boost kommt laut ENGWE mit 48 Volt und 15 Amperestunden auf 720 Wh.
Mehr Wattstunden bedeuten mehr gespeicherte Energie, aber auch ein Akku mit viel Kapazität ist irgendwann leer. Dann fährst du mit Muskelkraft weiter, nur eben ohne Hilfe.
Die Steuerung: was die Elektronik regelt
Was der Motor darf, regelt die Elektronik, nicht du. Bei einem Pedelec muss sie die Unterstützung mit steigendem Tempo zurücknehmen und abschalten, sobald du 25 km/h erreichst oder aufhörst zu treten (§ 1 Abs. 3 StVG).
Wie viele Unterstützungsstufen ein Modell hat und was sein Display anzeigt, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Das steht in der Bedienungsanleitung.
Kann man mit einem E-Bike fahren, ohne zu treten?
Mit einem Pedelec nicht. Erlaubt ist nur eine Anfahr- oder Schiebehilfe, die dich ohne Treten auf bis zu 6 km/h bringt. Das hilft etwa beim Schieben an einer Rampe.
Fährt ein E-Bike per Gasgriff ohne Treten bis 25 km/h, ist es nach ADAC in der Regel ein Mofa: Dann brauchst du einen Helm, eine Mofa-Prüfbescheinigung und ein Versicherungskennzeichen.
Ist E-Bike-Fahren schwer?
Nein. Du trittst, schaltest und bremst wie auf jedem Fahrrad. Ungewohnt ist vor allem das Beschleunigen, das nennt auch der ADAC als Eigenart von Pedelecs. Fang deshalb in der niedrigsten Stufe an und probier das Bremsen auf einem ruhigen Weg, bevor du in den Verkehr gehst.
Rechne mit dem Gewicht: Das ENGWE Mapfour N1 Air wiegt laut ENGWE rund 16 Kilo, das Robin Pro laut JOBOBIKE rund 35 Kilo. Das spürst du vor allem beim Schieben, Rangieren und Tragen. Eine Helmpflicht gibt es für Pedelecs nicht, der ADAC empfiehlt einen Fahrradhelm aber dringend.
Welches Fatbike passt zu dir?
Vergleiche die Modelle unten. Aktuelle Infos findest du auf der jeweiligen Produktseite.
JOBOBIKE Ace Pro: Drehmomentsensor und 45 Nm
Der Drehmomentsensor misst, wie kräftig du trittst, der Hinterradnabenmotor liefert laut JOBOBIKE 45 Nm. Der Akku hat 36 Volt und 15 Amperestunden, also 540 Wh. Klappbar, auf 20 x 2,125 Zoll Reifen, mit hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen und 24 Kilo Gewicht.
JOBOBIKE Ace Pro – Schwarz
Drehmomentsensor, klappbar, 540 Wh.
1.199 €
Produkt ansehenENGWE O20 Boost: Nabenmotor mit 75 Nm
Laut ENGWE ein 250-Watt-Nabenmotor mit 75 Nm und Drehmomentsensor. Der Akku hat 48 Volt und 15 Amperestunden, also 720 Wh. Dazu hydraulische Scheibenbremsen und eine Federgabel. Klappbar, mit 26,5 Kilo aber kein Leichtgewicht.
ENGWE O20 Boost, Grau
75 Nm, Drehmomentsensor und 720 Wh.
1.349 €1.449 €
ENGWE P275 SE: 27,5 Zoll mit hydraulischen Bremsen
Laut ENGWE ein 250-Watt-Motor, hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben und Reifen mit 27,5 x 1,95 Zoll. Das Rad wiegt rund 24 Kilo, das maximale Gesamtgewicht liegt bei 120 Kilo.
ENGWE P275 SE, Grau
27,5 Zoll, rund 24 Kilo.
1.249 €1.649 €
JOBOBIKE Astra: Mittelmotor mit Drehmomentsensor
Laut JOBOBIKE ein Mittelmotor mit 45 Nm, gesteuert über einen Drehmomentsensor. Der Akku hat 36 Volt und 15 Amperestunden, also 540 Wh. Hydraulische Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben und eine Federgabel mit Lockout. Die Zuladung liegt bei 120 Kilo.
JOBOBIKE Astra, Schwarz
Mittelmotor und Drehmomentsensor.
1.599 €
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