Lohnt sich ein Fatbike? Die Vor- und Nachteile

Ein E-Fatbike lohnt sich, wenn du vor allem in der Stadt fährst und Wert auf Federung, breite Reifen und bequemes Sitzen legst. Die Nachteile sind Gewicht und Rollwiderstand: Ein E-Fatbike kann deutlich mehr wiegen als ein schmales E-Bike und tritt sich schwerer. Trägst du dein Rad täglich Treppen hoch, ist ein schmaleres E-Bike meist praktischer.

Unten gehen wir die Vor- und Nachteile einzeln durch, mit Angaben der Hersteller zu Rädern aus unserem Sortiment. Darunter stehen Fatbikes zum Vergleichen.

Was spricht für ein Fatbike?

Komfort. Breite Reifen mit viel Luftvolumen und eine Federung: Darauf zielen E-Fatbikes ab. Das OUXI V8 Ultra und das OUXI GT-24 sind laut OUXI vorn und hinten gefedert.

Zuladung. Das OUXI V8 Ultra, das OUXI V8 Ultra Max und das OUXI GT-24 gibt OUXI mit bis zu 150 Kilo Zuladung an. Viel Zuladung heißt aber nicht automatisch Platz für zwei: Jemanden mitnehmen darfst du nur, wenn das Rad dafür gebaut und eingerichtet ist und du selbst mindestens 16 bist (StVO § 21 Abs. 3).

Der Akku. Das OUXI V8 Ultra hat laut OUXI einen Akku mit 720 Wh, das OUXI V8 Ultra Max zwei Akkus mit zusammen 1440 Wh. Wie weit du damit kommst, hängt von Fahrweise, Gewicht und Temperatur ab.

Was spricht dagegen?

Das Gewicht. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigen zwei Räder aus unseren E-Bikes: Das JOBOBIKE Robin Pro auf Fatbike-Reifen in 26 x 4,0 Zoll wiegt laut JOBOBIKE rund 35 Kilo, das ENGWE Mapfour N1 Air mit schmalen Reifen in 700 x 38C laut ENGWE rund 16 Kilo. Der ADAC hält schon etwa 25 Kilo für sehr umständlich, wenn du ein E-Bike über Treppen tragen musst. Wohnst du im dritten Stock ohne Aufzug, merkst du das jeden Tag.

Der Platz. Ein Fatbike mit breiten Reifen braucht im Hausflur, im Fahrradkeller und am Radständer Raum. Miss vor dem Kauf nach, wo das Rad stehen soll.

Der Rollwiderstand. Dicke Reifen treten sich schwerer. Der Motor gleicht viel aus, aber der Akku merkt es. Laut ADFC schont ein geringer Rollwiderstand den Akku.

Für wen ist ein Fatbike geeignet?

Für Wege zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen, auf Asphalt, Radwegen und mal einem Feldweg. Für alle, die lieber bequem als sportlich sitzen. Und für alle, die viel Zuladung brauchen, im Rahmen dessen, was der Hersteller angibt.

Wichtig ist auch, wo das Rad steht. Ebenerdig, im Hof oder in einer Garage ist ein E-Fatbike kein Problem. Ein enger Keller über eine steile Treppe schon eher.

Für wen eher nicht?

Wenn du dein Rad jeden Tag tragen musst. Wenn du lange Strecken zügig fahren willst: Bei einem Pedelec hört die Unterstützung bei 25 km/h auf, darüber trittst du das ganze Gewicht und die breiten Reifen selbst. Wenn du Trails mit Wurzeln und steilen Abfahrten suchst: Dafür ist ein Mountainbike gemacht, und dafür verkaufen wir unsere E-Fatbikes nicht.

Und wenn das Rad in Bus, Bahn oder Kofferraum soll. Dann ist ein E-Klapprad praktischer. Willst du einfach leichter unterwegs sein, schau bei den E-Bikes mit schmalen Reifen.

Was ist das Problem mit Fatbikes?

Hinter der Frage steckt oft die Sorge, ob so ein Rad überhaupt erlaubt ist. Entscheidend ist dabei nicht die Reifenbreite, sondern der Motor. Ein Pedelec hat höchstens 250 Watt Nenndauerleistung und unterstützt nur beim Treten bis 25 km/h. Dann gelten die Regeln für Fahrräder (StVG § 1 Abs. 3).

Anders bei einem Gasgriff: Fährt ein E-Bike damit ohne Treten bis 25 km/h, ist es laut ADAC in der Regel ein Mofa, mit Helmpflicht, Mofa-Prüfbescheinigung und Versicherungskennzeichen. Schau deshalb in die Produktbeschreibung: Welche Nenndauerleistung steht dort, und ist ein Gasgriff verbaut? Frag im Zweifel vor dem Kauf nach.

Der Rest ist Geschmack. Fatbikes fallen auf, und nicht jeder mag das.

Welke fatbike past bij jou?

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V20 Cross: Crossreifen statt Fatbike-Reifen

Kein klassisches Fatbike: Das V20 Cross rollt laut Hersteller auf Reifen im Format 70/100-17 statt auf dicken Fatbike-Reifen. Dazu kommen hydraulische Scheibenbremsen und bis zu 150 Kilo Zuladung. Mit 173 x 68 x 113 cm brauchst du im Flur oder Keller entsprechend Platz.

OUXI V8 Ultra Max: zwei Akkus, vorn und hinten gefedert

Laut OUXI zwei Akkus mit je 48 Volt und 15 Ah, zusammen 1440 Wh. Das Rad ist vorn und hinten gefedert, hat hydraulische Scheibenbremsen und Reifen in 20 x 4,0 Zoll. Die Zuladung gibt OUXI mit bis zu 150 Kilo an.

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